Immobilien in der Schweiz
Immobilien im Ausland stehen meist dann zur Diskussion, wenn es um Steuerersparnis geht. Die sogenannten Steueroasen locken immer wieder mit Anlagemodellen durch Immobilien. Ein bisschen anders sieht es in der Schweiz aus. Dort besteht eine rigide Kaufbeschränkung für Ausländer, die es erheblich erschwert sich eine Immobilie anzuschaffen. Dies will nun der schweizerische Justizminister so schnell als möglich abschaffen. Allerdings müssen noch die Kantone diesem Vorhaben zustimmen, was nicht so einfach sein wird. Die Entscheidung darüber wird sehr kontrovers geführt werden. Es geht zum einen um Geld das in die Kassen gespült würde, zum anderen soll die Natur geschützt werden.
Angst vor Überfremdung
Die Angst vor der Überfremdung war zudem immer an oberster Stelle angesiedelt. Durch die weltweite Globalisierung kann sich auch die Schweiz einer Änderung nicht entziehen.. Zudem ist es so, dass Grundstücke und Immobilien quer durch die gesamte Schweiz bei ausländischen Investoren hoch im Kurs stehen. Bisher mussten Ausländer ein kompliziertes Bewilligungsverfahren über sich ergehen lassen. Dazu kam noch eine Begrenzung der Quadratmeterzahl, sowie eine Begrenzung auf ausgesuchte Orte. Die Aussetzung dieses Gesetzes wäre auch ein Schub für die heimische Baubranche. Die Schweizer Regierung hat sich jedoch auch noch ein Türchen offengelassen. Bevor das Gesetz fallen soll, werden noch einige Vorschriften zur Raumplanung neu festgesetzt werden. Dies wird allerdings noch bis mindestens ins Jahr 2010 andauern. Sollte es jedoch zur Freigabe kommen stellt sich schon die nächste Frage. Soll eine Immobilie zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage angeschafft werden.
In welchen Kantonen findet man das beste Bauland für seine Immobilie
Im Fall der Eigennutzung ist es außerdem wichtig, wo lässt es sich in Kombination am besten Arbeiten und Leben. Als eine der Top-Adressen in der Schweiz gilt das Städtchen Zug mit seinen gerademal 25.000 Einwohnern. Trotz fehlender Wohnungen, Rekordpreisen für Bauland, gehört es zu den Top-Ten-Adressen. Die Gemeindekassen waren letztes Jahr mit einem Überschuss von 55 Millionen Franken gefüllt. Aber auch dort hat man Angst vor einer Überfremdung und dem sogenannten Monaco-Effekt. Einige Seengemeinden stehen ebenfalls in den Top-Ten der für Investoren interessanten Standorte. Was natürlich negativ zu bewerten ist, dass die Immobilienpreise durch die vermögende Klientel weit nach oben gedrückt worden ist. Für ein normales Einfamilienhaus ohne Extras werden heutzutage schon ca. 1,7 Millionen Franken bezahlt. Einen extremen Boom erfährt momentan die Gemeinde Bülach bei Zürich. Hier geht der größte Bauboom mit dem größten Bevölkerungswachstum einher. Hier wurden im Jahre 2002 ca. 18 Hektar landwirtschaftlicher Grund in Bauland umgewandelt. Wer nach Steuersparmodellen sucht, sollte die Schwyzer Seengemeinde Freienbach aussuchen. Allerdings sind dort , genauso wie in Zug und in Baar, Menschen mit einem Einkommen unter 100.000 Franken nicht sehr willkommen.
Steuerunterschiede bei Immobilien in der Schweiz
Bei Immobilien gibt es auch in steuerlicher Hinsicht in der Schweiz regionale Unterschiede. Auch hier sieht man wieder am Beispiel Zug , dass dort die optimalen steuerlichen Bedingungen im europäischen wie auch im schweizerischen Vergleich vorherrschen. Auch die Lebensqualität ist dort allein schon durch die wettbewerbsfähige und gerechte Steuerpraxis sehr hoch anzusiedeln. Im allgemeinen ist die Steuerbelastung beim Kauf einer Immobilie in der Schweiz niedriger als bei uns in Deutschland oder einem anderen europäischen Land. Es bleibt jedoch die Frage, wann soll eigentlich eine Immobilie angeschafft werden. Soll die Immobilie als Steuersparmodell angeschafft werden, wäre ein früher Kauf sehr angeraten. Will man sich jedoch einen Altersruhesitz zulegen ist auch ein späterer Kauf möglich. Allerdings sollte man sehr viele Vergleiche anstellen, da es bei uns in Deutschland als auch in der Schweiz zahlreiche Immobilienmakler gibt, die speziell Schweizer Immobilien im Programm haben. Die Preise für die Immobilien schwanken regional sehr stark, so dass sich Zeit zu lassen auf jeden Fall finanziell auszahlen wird. Der Gedanke, Leben und Arbeiten in der Schweiz ist ebenfalls deshalb überlegenswert, da die Schweiz landschaftlich als auch konjunkturell gesehen ein sehr interessantes Land ist.