Immobilien in den USA
Der Immobilienmarkt in den Vereinigten Staaten unterscheidet sich in vielen Punkten vom europäischen Markt. Das liegt zum einen an der Bauweise der Häuser und zum anderen am Prozess des An- und Verkaufs. Die meisten Häuser in den USA haben in ihrer Bauweise nicht mit dem Standard der Häuser in Europa zu tun. Sie sind in der Regel instabiler, da sie aus Holz sind. Die Verkleidung besteht aus Kunststoff oder Ziegeln, sie haben kein konventionell eingedecktes Dach, sondern ein Dach aus Teerpappe und oft ist kein Keller vorhanden. Vielleicht liegt es an dieser "Leichtbauweise" das die Amerikaner gerne und oft umziehen. Im Durchschnitt kauft und verkauft ein Amerikaner in seinem Leben drei Häuser. Mieten wird in Amerika als reine Geldverschwendung angesehen.Multiple Listing Service
Durch ein einzigartiges System ist der amerikanische Immobilienmarkt sehr offen und transparent. Dieses System nennt sich: Multiple Listing Service. In dieser riesigen Datenbank sind alle zur Zeit verfügbaren Immobilien in den USA aufgelistet. Wer sich jetzt für eine ganz bestimmte Gegend interessiert, sucht einen Makler auf (davon gibt es in den USA unzählig viele) und bittet ihn in dieser Datenbank nachzusehen. Der Makler kann dann genau sagen, ob in der bevorzugten Region noch Häuser zu haben sind, welche Größe sie haben und wie viel sie kosten. Der Kunde kann sich aber auch per Internet, zum Beispiel schon aus Deutschland, mit einem Makler in Verbindung setzen und bekommt dann die für ihn in Frage kommenden Angebot und Vorschläge mit einer Mail. Häufig schicken die Makler auch Fotos und Karten, damit der Kunde sich im Vorfeld schon einmal ein Bild machen kann. In den USA ist es eher unüblich sich direkt mit dem Eigentümer der das Haus veräußern will, in Verbindung zu setzen. Ist man vor Ort in den USA, werden die Häuser mit dem Makler besichtigt. Anders als in Europa, haben amerikanische Häuser immer eine komplette Küche, mit Kühlschrank, Herd und Backofen, (dazu gehören nicht zwingend Mikrowelle und Geschirrspüler), es sind Decken- und Wandlampen vorhanden, ebenso wie Gardinen und Jalousien an allen Fenstern, Wandschränke und Regale.
Der Vertrag und der lizensierte Inspektor
Hat man sich für ein Haus entschieden, kommt es zum Vertrag. In diesem Vertrag verpflichtet sich der Makler das Haus in einem einwandfreien Zustand zu übergeben und einen lizensierten Inspektor zu bestellen. Dieser unabhängige Inspektor oder Gutachter besichtigt zusammen mit dem Käufer, aber ohne den Makler, das Haus und sucht nach eventuellen Schäden. Findet er etwas, muss der Makler die Reparatur bezahlen. Ist der Schaden irreparabel, kann der Käufer vom Kauf zurücktreten. Der Kaufvertrag und die Hausdokumente werden von einem Rechtsanwalt, den der Käufer beauftragt geprüft. Tauchen dabei unlösbare Probleme auf, hat der Käufer ebenfalls ein Rücktrittsrecht. Der Makler seinerseits kann den Vertrag annullieren, wenn der Kunde keine Hypothek bekommt. Durch die momentan schlechte Wirtschaftslage in den USA und den starken Euro, kann ein Immobilienkauf in den USA eine attraktive Wertanlage sein. Zur Zeit gibt es in den USA mehr Häuser die zum Verkauf stehen, als potentielle Käufer. Entsprechend preisgünstig sind teilweise die Angebote. Wirtschaftlich interessant sind besonders Immobilien in den großen Städten wie New York City, Chicago oder Los Angeles. Wer hier ein ein Haus oder ein Appartement erwirbt, hat eventuell eine gute Wertanlage. Immobilien der gehobenen Klasse steigen in der Regel im Wert. Wer ein Ferienhaus sucht, entweder für den eigenen Urlaub oder zur Vermietung, kann in manchen Gegenden zum Beispiel in Kalifornien, im Moment ein Schnäppchen machen. Für umgerechnet knapp 490.000,- Euro wird beispielsweise in Sarasota eine sechs Jahre alte Villa mit allem Komfort angeboten. Das Haus hat auf einer Fläche von 410 qm sieben Zimmer, drei Bäder, eine Massivholzküche, einen offenen Kamin und drei Garagen. Auf dem 1.200 qm großen Grundstück befindet sich ein beheizter Pool mit Whirlpool.